Nov 2007

Return of the Strauchbasilikum

Er hat's geschafft, er treibt wieder aus! Nie die Hoffnung aufgeben... Read More...

Salbe gemacht, gut geworden!

Aus Beinwell habe ich schon öfter Salbe gemacht, vor allem für die rauhen Hände im Winter, Arbeitshände meines Vaters etc. Diesmal habe ich noch Eibisch in die Handsalbe gegeben, so aus dem Bauch heraus, und ich muss sagen: ist gut geworden! Ganz ergiebig, macht die Hände superweich, legt sich wie eine leichter Schutzfilm über die Haut und ist dabei aber nicht klebrig (wenn man sie sparsam anwendet); an kalten Tagen auch super als Wetterschutz für das Gesicht, da sie so leicht und doch wasserfrei ist...Rezept gibt's bald unter Öle & Salben...
Die Gelenksalbe mit Beinwell findest Du dort schon, ich habe den Beinwell mit Rotöl und ather. Ölen getuned...

Experiment Eibisch

Überall im Netz wissen die Menschen zu berichten, das Marshmallows früher aus kandiertem Eibisch hergestellt wurden, aber niemand hat das mal ausprobiert (oder verliert zumindest kein Wort darüber...). Wenn man auch nur mal bei Wikipedia nachschaut, relativiert sich das "kandiert" schon wieder: man stellte aus den Wurzeln einen Auszug her, der mit Eiweiß und Zucker zu Konfekt, der pate´ de guimauve, verarbeitet wurde. Das klingt schon eher nach Marshmallows.
Zu medizinischen Zwecken, vor allem zum Lutschen bei Halsentzündung und Husten würde ich am ehesten feines Wurzelpulver mit Zucker und etwas Flüssigkeit zu Pastillen verarbeiten. Und siehe da, schon stolpere ich über ein Rezept:
Ein Teil Wurzelpulver mit 7 Teilen feinem Zucker, etwas Traganth und Orangenblütenwasser zu einer geschmeidigen Masse verarbeiten.
Traganth ist nicht überall zu haben, und Lebensmittelqualität ist dann auch noch nicht garantiert; ich kann mir gut vorstellen, daß der Eibisch an sich schon genug Bindekraft entwickelt.

Kandierter Eibisch sieht übrigens so aus:


kandierter Eibisch

Ich hab' s mal probiert und mit ein wenig Orange ist der Geschmack auch nicht ganz so fade. Pastillen aus dem Wurzelpulver dürften aber einfacher und wirksamer sein!

Wurzelernte

Anfang November ist Wurzelzeit, also bin ich losgezogen, Beinwell und Eibisch ausbuddeln. Der Eibisch steht bei Vattern im Garten, hatte 2 Jahre Zeit, groß und stark zu werden, viele Kindel zu streuen und diesen Eingriff sollte er wohl verkraften. Also habe ich mich mit der Grabegabel daran gemacht und musste feststellen, dass er ebenso waagerecht in die Peripherie wie auch tief in den Boden gewurzelt hat. Da ich nicht alle Stauden in der Nachbarschaft gleich mit ausgraben wollte, sind mir einige Wurzeln abgebrochen und ich musste Stück für Stück die Erde durchsuchen. Aber es hat sich gelohnt, aus dem kleinen Pflänzchen ist eine Menge Wurzel geworden.

EibischwurzelEibischwurzel mit Austrieb

Die dicken Wurzeln, sowie alle verletzten Stücke habe ich abgeschnitten und den Rest wieder in die Erde gesetzt, er müsste genug Substanz übrig haben, um wieder zu wachsen. Allerdings hatte die Staude schon wieder ausgetrieben; ich habe in den letzten Jahren nicht beobachtet, ob er mit einem kleinen Austrieb in den Winter geht, oder ob das in diesem Jahr an den ständigen Kalt-Warm-Kapriolen liegt.

Strauchbasilikum III

Eine letzte Chance für mein Basilikum: ganz zurückgeschnitten, angegossen und auf die warme, helle Fensterbank gestellt, die Hoffnung stirbt zuletzt...sagte sich auch ein unfreiwilliger Bewohner, der wohl von dem plötzliche Guss aufgeschreckt worden war:
Regenwurm

Ich hatte gerade Zeit die Kamera anzuschalten, da hatte er seine ganzen 20 cm aus der Erde geschoben und züngelte über den Topfrand. Ein weiterer Klick und der gute hatte sich auf die Fensterbank abgeseilt um dann todesmutig auf den Teppich zu schlängeln. Die ganze Aktion ging so schnell, daß ich nur zweimal abdrücken und gleichzeitig meinen Liebsten herbeiquietschen konnte, der die Möchtegern-Boa in den Garten evakuiert hat...

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